Was waren in Ihren Augen die größten Erfolge in der bisherigen Landtagsarbeit der FREIEN WÄHLER?

Wir haben aus der Opposition heraus Akzente für ganz Bayern gesetzt. Durch Volksbegehren haben wir die Studiengebühren abgeschafft und somit die freie Bildung in Bayern verteidigt. Wir haben das G9 wieder zurückgebracht, wodurch Schülerinnen und Schüler wieder mehr Zeit für ihre Entwicklung haben. Und die Straßenausbaubeiträge haben wir abgeschafft – eine der größten finanziellen Entlastungen, die es in Bayern je für die Bürgerinnen und Bürger gab.
 

Wo liegen Stärken und Schwächen Ihres Stimmkreises?
Der Stimm- und Landkreis Bamberg zeichnet sich für mich durch eine abwechslungsreiche Landschaft, eine Vielzahl an kulturellen und traditionellen Veranstaltungen und durch verschiedene berufliche und freizeitliche Möglichkeiten aus. Ich bin hier geboren und aufgewachsen und durch mein musikalisches Engagement auch viel herumgekommen. Es ist immer wieder schön zu sehen, welche Feste und Veranstaltungen auch kleinere Dörfer auf die Beine stellen können und so ihren Teil zu einer vielseitigen Kulturlandschaft beitragen. Es ist für mich und die FREIEN WÄHLER wichtig, Traditionen zu erhalten und dadurch die Heimat für nachfolgende Generationen zu stärken.

Warum können gerade Sie etwas bewirken?
Eine meiner Stärken ist es, mit Leidenschaft für eine Sache einzustehen, die mir besonders am Herzen liegt. Aufgrund meines Berufes ist es mir ein großes Bedürfnis, Mängel und Ungerechtigkeiten zu reduzieren, sei es in sozialer oder ökologischer Hinsicht. Vor allem Kinder und Jugendliche müssen darunter leiden, wenn ihre leiblichen Eltern nicht ausreichend für sie sorgen können. Deshalb muss für sie in besonderer Weise ein Umfeld geschaffen werden, in dem sie gut und unversehrt aufwachsen können.

Wie viel Einfluss hat die Landespolitik?
Die bayerische Landespolitik hat viel Einfluss, besonders wenn es um die Lebensbereiche Kultur, Bildung, Wirtschaft und innere Sicherheit geht. Den FREIEN WÄHLERN geht es deshalb um starke Kommunen und Regionen, denn je stärker eine Region ist, desto stärker ist das Land. Von diesem Standpunkt aus kann man als Politiker/in für seine Region in München einstehen und vieles voranbringen. Dabei muss man den Menschen, die ein Anliegen vorbringen, aber auch zuhören und sie ernstnehmen. Das ist für mich nicht nur wichtig, sondern ganz elementar. Denn so kann und möchte ich eine starke Stimme für den Landkreis Bamberg und Oberfranken in München sein.

Das ist mir im Wahlkampf ein besonderes Anliegen (bitte mit einem Satz beantworten):
Ich möchte den Bürgerinnen und Bürgern zeigen, dass die FREIEN WÄHLER viele vernünftige Meinungen und Positionen vertreten und sich die Politik der Partei an den Menschen und ihren Bedürfnissen orientiert.

Bayern ist für mich (bitte mit einem Satz beantworten):
Bayern ist für mich ein wunderschönes und vielfältiges Bundesland, in dem ich sehr gerne lebe und auch in Zukunft dafür sorgen werde, dass es für alle Menschen lebenswert ist und bleibt.

Meine größte politische Niederlage – und was ich im Rückblick anders machen würde (bitte mit maximal zwei Sätzen beantworten):
Da ich zum ersten Mal für den Landtag kandidiere, würde ich als politische ‚Niederlage‘ wohl eine Podiumsdiskussion nennen, bei der ich mehr hätte sagen können, um die Gesichtspunkte der FREIEN WÄHLER deutlicher zu machen.

Mein größter politischer Erfolg (bitte mit maximal zwei Sätzen beantworten):
Auch hier ist aus dem oben genannten Grund eine andere Podiumsdiskussion zu nennen, bei der ich zum Thema und den mir gestellten Fragen standhaft blieb, obwohl ich als einzige, aus verschiedenen Gründen (siehe Themen vor Ort) gegen den Nationalpark Ebrach gesprochen habe. Das wurde mir von vielen Personen während und nach der Veranstaltung hoch angerechnet und hat sich bereits im Landkreis herumgesprochen.